Vereinschronik der Musikkapelle Dirlewang

Mit „Musik und Trummel“ wurde bereits im Jahre 1725 dem Mark Dirlewang  das Wappen von Kurfürst Max Emanuel verliehen, die erste urkundliche Erwähnung einer Musikkapelle in Dirlewang datiert jedoch vom Jahre 1873. In dieser Zeit lebt die Kapelle von den ihr angehörigen Militärmusikern, bevor der in Dirlewang ansässige Hauptlehrer Rau im Jahre 1932 die Kapelle als Dirigent übernimmt. Durch die Kriegswirren fällt die Kapelle zwar auseinander, aber die alten Musiker bilden im Jahre 1945 wieder eine spielfähige Besetzung. 1952 übernimmt der Musikpädagoge Rudolf Quapil das Orchester und führt es bis ins Jahr 1971.

Im Jahre 1963 gründen die Dirlewanger Musikanten den Musikverein und wählen den Tierarzt Dr. Erich Kager zu ihrem ersten Vorsitzenden. Seit dieser Zeit beteiligt sich die Kapelle an den Wertungsspielen des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes. 1968 findet das 10. Bezirksmusikfest des Bezirks 10 in Dirlewang statt. Im Jahre 1969 wird Max Schuster zum ersten Vorstand des Vereins gewählt. Max Schuster verstirbt jedoch schon ein Jahr später, worauf August Danner dessen Nachfolge antritt. Die Kapelle spielt in dieser Zeit in der Mittelstufe und erreicht fast durchwegs hervorragende Ergebnisse bei den Wertungsspielen. Im November 1971 legt Rudolf Quapil den Taktstock nieder und der Militärmusiker Engelbert Bosl wird dessen Nachfolger. Dieser fängt sogleich mit der Ausbildung von Jungbläsern an und verfolgt diese bis 1983. Das war gleichzeitig auch die Gründung der Jugendkapelle. In den Jahren 1973 bis 1975 wird in zahlreichen Arbeitsstunden das Obergeschoss des Feuerwehrgerätehauses zum Proberaum ausgebaut, wo auch heute noch geprobt wird. 1975 verleiht der damalige Bundespräsident Walter Scheel dem Musikverein Dirlewang die „Promusika-Plakette“ für über 100-jährige Tradition. Karl Dechmann wird zum Nachfolger von August Danner als erster Vorsitzender gewählt. Seit 1977 spielt die Blaskapelle in der Oberstufe. Im Jahre 1983 wird Peter Trommer Nachfolger von Engelbert Bosl, der auf eigenen Wunsch den Taktstock niederlegt. 1983 gastiert die tschechische Blasmusikformation „Mistrinanka“ zum ersten Mal in der Dirlewanger Turnhalle. Peter Trommer beginnt 1985 wieder mit der Ausbildung von Jungmusikern und betreibt dies bis heute in regelmäßigen Abständen.

Als Nachfolger von Karl Dechmann wird das Dreiergremium Rudolf Jackel, Josef Kößler und Anton Zink jun. zum Vorstand gewählt. Im Jahre 1988 stirbt Anton Zink jun. nach schwerer Krankheit. Zu dessen Nachfolger im Dreiergremium wird Rainer Palatzky-Schmid gewählt. Mit erheblichem finanziellem Aufwand wird die Tracht komplett erneuert. Seit 1991 bildet die Jugendkapelle Dirlewang einen eigenständigen Verein. Und wird ins Vereinsregister eingetragen. Den ersten Vorstand bilden die Musiker Rudolf Jackel, Josef Kößler und Rainer Palatzky-Schmid. Das 30. Bezirksmusikfest des Bezirkes 10 wird im Jahre 1992 in Dirlewang abgehalten. Im Herbst 1992 treten Rudolf Jackel und Josef Kößler aus der Vorstandschaft zurück. Rainer Palatkzy-Schmid, Hermann Krumm und Werner Seeger bilden das neue Dreiergremium. Der Musiklehrer und Berufsmusiker Klaus-Jürgen Herrmannsdörfer tritt die Nachfolge von Peter Trommer als Dirigent an. Gleichzeitig wird die „Dirlewanger Blaosband“ mit Karl Biechele als Dirigent gegründet, die alle Unterhaltungsauftritte bestreiten soll. Ebenfalls im Jahre 1992 ersetzt Otto Jörg aus Apfeltrach den zurückgetretenen Josef Kößler im Dreiergremium der Jugendkapelle. Im Jahre 1995 erscheint der erste Tonträger der Dirlewanger Musikkapellen. 1996 scheiden Otto Jörg und Rainer Palatzky-Schmid aus dem Vorstand der Jugendkapelle aus und werden durch Anneliese Leibrecht und Roland Daufratshofer aus Oberegg ersetzt. Gleichzeitig wird der Beirat der Jugendkapelle um Mitglieder aus Apfeltrach und Lauchdorf ergänzt. Somit ist jeweils mindestens ein Vertreter der jeweiligen Stammkapellen aus Dirlewang, Unteregg-Oberegg, Apfeltrach und Lauchdorf im Beirat der Jugendkapelle vertreten. 1997 erreicht die Musikkapelle bei den Wertungsspielen in Bad Grönenbach einen 1. Rang mit Auszeichnung in der Oberstufe. Im Jahre 1998 tritt die Jugendkapelle Dirlewang bei den Wertungsspielen in Buchloe zum ersten Mal in der Oberstufe an und erreicht einen ersten Rang mit Auszeichnung. Im April 1998 wird das 125-jährige Vereinsjubiläum mit einem gemeinsamen Konzert der Jugend- sowie der Musikkapelle Dirlewang gefeiert. Im August findet aus Anlass des 125-jährigen Jubiläums ein 4-tägiges Festzelt statt.

Im Herbst 1998 scheidet Hermann Krumm aus dem Vorstand aus, für ihn wird Anton Blaschko in das Dreiergremium gewählt. Im Juli 1999 beginnt der Um- und Ausbau des alten Feuerwehrhauses zum Musikerheim. Im Oktober 2002 wird das neue Musikerheim mit einem "Tag der offenen Tür" feierlich eingeweiht. Im November 2002 stellen sie beiden Vorstände Rainer Palatzky-Schmid und Werner Seeger nicht mehr zur Wahl. In den Vorstand wird neben Anton Blaschko die Musikantin Claudia Richter gewählt.

Im Sommer 2003 wurde da erste Mal, nach dem Umbau des Probelokals, ein 2-tägiges "Hoffest" vor dem Musikerheim veranstaltet. Einen besonderen Erfolg erreichte die Musikkapelle Ende März 2004 bei den Wertungsspielen in Tussenhausen. Sie erspielte in der Oberstufe einen "Ausgezeichnetem Erfolg" und wurde mit diesem Ergebnis Bezirkssieger. Dieser Erfolg konnte im Jahre 2006 in Pfaffenhausen wiederholt werden, als man wieder Bezirkssieger in der Oberstufe wurde.

 

Bei der Generalversammlung im April 2004 wurden Anton Blaschko und Claudia Richter erneut ins Amt der Vorstandschaft gewählt.
 

Im Jahr 2005 finden bei der Generalversammlung außerordentliche Vorstandswahlen statt. Claudia Richter scheidet aus dem Amt als Vorstand aus. Anneliese Leibrecht und Norbert Lutz bilden nun zusammen mit Anton Blaschko ein Dreiergremieum im Vorstand.

Im April 2009 scheidet Anneliese Leibrecht auf eigenen Wunsch aus dem Dreiergremium des Vorstands aus. Die Generalversammlung wählt Thomas Rauch als drittes Mitglied des Vorstands.

 

Im April 2011 scheidet Thomas Rauch aus beruflichen Gründen wieder aus dem Dreiergremium aus. Auf der Generalversammlung wird Hermann Bader als sein Nachfolger gewählt.

 

Nach 14 Jahren im Amt scheidet Anton Blaschko bei der Generalversammlung im April 2012 aus dem Vorstand aus.  Zum Nachfolger wird der Klarinettist Tobias Schmid gewählt. Er bilder nun zusammen mit Norbert Lutz und Hermann Bader das neue Greiergremium.

 

Am 29.03.2015 stellt sich Norbert Lutz auf der Generalversammlung in der Hirschbrauerei nach 10 Amtsjahren nicht mehr zur Wahl. Die Versammlung wählt Stefan Schröther ins Dreigremium des Vorstands. Den Vorstand bilden nun mit Tobias Schmid, Hermann Bader und Stefan Schröther seit langem wieder ausschließlich in Dirlewang wohnhafte Musikanten.

 

Im Juni 2015 nimmt die Gesamtkapelle anlässlich des Bezirksmusikfestes in Bad Wörishofen erstmals an den traditionellen Wertungsspielen des ASM-Bezirks 10 teil.